Mitglieder Beiträge

~Mitglieder Beiträge

Mitglieder Beiträge

Im Grunde steht es einem Verein frei, von seinen Mitgliedern einen Beitrag zu erheben. In der Praxis haben Sie aber oft keine andere Wahl, als Ihren Mitgliedern einen Beitrag abzuverlangen. Immerhin bilden die Mitgliedsbeiträge in der Regel die wichtigste Einnahmequelle eines Vereins. Nur damit können Sie die Aufgaben des Vereins und die Mitgliederverwaltung planbar gewährleisten.

Ob die Mitgliedsbeiträge die wichtigste Einnahmequelle Ihres Vereins sind oder ob Sie in der glücklichen Lage sind, nicht wesentlich von den Beiträgen Ihrer Mitglieder abhängig zu sein, hängt vorrangig von der Struktur Ihrer Einnahmen ab. Zur Analyse dieser Struktur machen Sie eine Aufstellung der Einnahmenpositionen. Anschließend wissen Sie genau, welchen Anteil die Mitgliedsbeiträge an Ihren Gesamteinnahmen haben und wie wichtig sie damit sind.

Je höher der Prozentsatz der Mitgliedsbeiträge an den Gesamteinnahmen Ihres Vereins ist, desto wichtiger ist es, die Beitragspflicht Ihrer Mitglieder eindeutig und unmissverständlich zu regeln. Sehen Sie aber davon ab, in der Satzung selbst die Beitragshöhe zu regeln. Die Festlegung der Beitragshöhe kann der Mitgliederversammlung oder beispielsweise dem Vorstand übertragen werden. Sehr praktikabel und deshalb weit verbreitet ist es auch, die entsprechenden Modalitäten in einer Beitragsordnung festzulegen.

Tipp: Die Beitragsordnung kann eine Satzung nicht ersetzen, um die Beitragspflicht der Mitglieder zu begründen. Diese muss grundsätzlich in der Satzung geregelt sein.

Was in die Satzung muss

Die Satzung muss Regelungen enthalten, ob und welche Beiträge (z. B. Regelbeitrag, Umlagen) von den Mitgliedern zu leisten sind, und dient damit als Ermächtigungsgrundlage für die Beitragsordnung. Die Beitragshöhe muss nicht in der Satzung geregelt werden. Es genügt, dass es beispielsweise der Mitgliederversammlung überlassen bleibt, die Höhe der Beiträge selbst festzusetzen oder – was zunehmend der Fall ist – eine Beitragsordnung zu schaffen.

Und so könnte Ihre Satzungsformulierung aussehen:

FORMULIERUNGSTIPP

  1. Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Dies sind die regelmäßigen Beiträge (Jahresbeitrag), die Aufnahmegebühren sowie erforderlichenfalls außerordentliche Beiträge (Umlagen).
  2. Die Höhe und die Fälligkeit des Jahresbeitrags und der Aufnahmegebühren werden in einer von der Mitgliederversammlung beschlossenen Beitragsordnung festgesetzt.
  3. Über die Notwendigkeit, Höhe und Fälligkeit von Umlagen entscheidet die Mitgliederversammlung.
Einnahmeposition Betrag Anteil an den Gesamteinnahmen
Abgeltung nicht geleisteter Arbeitsstunden … € … %
Aufnahmegebühren … € … %
Bußgelder … € … %
Eintrittspreise … € … %
Kursgebühren … € … %
Mitgliedsbeiträge … € … %
Spenden … € … %
Sponsorengelder … € … %
Teilnahmegebühren … € … %
Umlagen … € … %
Vermietung/Verpachtung (z.B. Vereinsheim, einzelne Räume, Hallen, Sportplätze) … € … %
Werbung (z.B. in der Mitgliederzeitung, auf Eintrittskarten, auf Banden) … € … %
… € … %

Geschafft!

Hiermit nehmen Sie sich den größten Streß und können sich beruhigt die Beitragsordnung vornehmen…

Weitere Aufgaben könnten jetzt sein:

  • Beitragsarten festlegen
  • Satzungspunkte formulieren
  • Beitragsordnung erstellen
By |2018-02-07T08:54:34+00:007 Februar 2018|Categories: Vereinswesen|0 Comments

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Vorstand und Gründer von ~ Die Mittelstandsmanufaktur eG. Experte für Stiftungen, Vereine, Genossenschaften und Unternehmertum.

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