Genossenschaft gründen

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Genossenschaft gründen2017-12-01T12:10:33+00:00

Gründung einer Genossenschaft

Wann ist die Gründung einer Genossenschaft sinnvoll?
Die Wurzeln des Genossenschaftsrechts reichen zurück bis ins Mittelalter. Am Hauptmotiv für die Gründung einer Genossenschaft hat sich bis heute nichts geändert: Einzelpersonen und mittelständische Unternehmen wollen einerseits ihre Selbständigkeit bewahren, sich andererseits aber zu einer starken wirtschaftlichen Organisation zusammenschließen, mit der sie am Markt auftreten können wie größere Einheiten. Hierfür bietet das Genossenschaftsrecht einen optimalen Rahmen. Es stellt den Gründern zwei attraktive Rechtsformen zur Verfügung: die eingetragene Genossenschaft (eG) und die europäische Genossenschaft (Societas Europaea Cooperativa, SCE).

Neugründung und Umwandlung
Der klassische Weg in die Genossenschaft ist die Neugründung. Gerne klären wir für Sie, ob die Rechtsform der nationalen eingetragenen Genossenschaft (eG) oder der Europäischen Genossenschaft (SCE) für Ihr Projekt geeignet ist und die Gründung einer Genossenschaft (ggf. auch die einer gemeinnützigen Genossenschaft) für Sie in Frage kommt. Bejahendenfalls begleiten wir Sie vollumfänglich durch den Gründungsprozess – vom ersten Gespräch, über den Entwurf einer geeigneten Genossenschaftssatzung bis hin zur Eintragung ins Genossenschaftsregister.

Für die Gründung einer Genossenschaft sind in der Regel folgende Schritte durchzuführen:

  • Gestaltung der Satzung
  • Eintragung in das Genossenschaftsregister
  • Gründungsprüfung
  • Anmeldung beim Prüfverband

Vielfach erfolgt die Gründung von Genossenschaften übrigens nicht als Neugründung, sondern im Rahmen gesellschaftsrechtlicher Umstrukturierungen. So werden beispielsweise nicht selten Vereine in Genossenschaften umgewandelt (sog. „Formwechsel“). Wir wissen, was bei einer solchen Umwandlung in eine Genossenschaft zu beachten ist.

Unterschiede zur Kapitalgesellschaft
Mit der Gründung einer Genossenschaft beabsichtigen die Mitglieder, ihre eigenen wirtschaftlichen oder sozialen Interessen zu fördern. Ziel der Gründung einer Genossenschaft ist also nicht in erster Linie das Erwirtschaften einer Kapitalrendite. Das Genossenschaftsrecht wird damit maßgeblich durch das Prinzip der Selbsthilfe geprägt. Dies ist der erste wichtige Unterschied zur Kapitalgesellschaft (wie der GmbH oder der AG). Die zweite wesentliche Besonderheit, die das Genossenschaftsrecht vorsieht, ist der Grundsatz „ein Kopf – eine Stimme“: Die Person (die natürliche oder die juristische) als Mitglied steht also im Mittelpunkt der Genossenschaft. Die Gründung einer Genossenschaft vermittelt dem einzelnen Mitglied damit zum einen interessante Geschäftschancen, die sich aus dem veränderten Marktauftritt als größere Einheit ergeben. Zum anderen gewährt das Genossenschaftsrecht dem Mitglied ein gewichtiges Mitspracherecht innerhalb der Organisation. Damit liegt auf der Hand, dass sich die Gründung einer Genossenschaft auch immer dort anbietet, wo sich starke Persönlichkeiten zusammenschließen wollen, deren Einbindung für die gemeinsame Aufgabe wichtig ist – obwohl sich alle Beteiligten ein großes Maß an Selbständigkeit bewahren wollen.

Mitgliedschaft in Prüfungsverband
Das Genossenschaftsrecht verlangt, dass sich Genossenschaften einem genossenschaftlichen Prüfungsverband anschließen. Auch hier sind wir unabhängig und mit unserer Expertise im Genossenschaftsrecht jederzeit gerne für Sie da!

Gerne begleiten wir Sie bei Ihrem Vorhaben und stehen Ihnen in allen Fragen rund um die Gründung Ihrer Genossenschaft zur Seite.